Freitag, 8. Oktober 2010

Erschöpfungszustand

(ito) Wenn in modernen Zeiten der Trainer mit seinem Spieler zufrieden war, dann sagt er hernach vor den Mikrophonen so Dinge wie: "Er hat unglaublich viele richtige Entscheidungen getroffen" und meint damit: Er hat kaum Fehler gemacht. Ein Musterexemplar dieser Spielergattung ist unbestritten Philipp Lahm. Nicht umsonst kommt er mit seinen 26 Jahren bereits auf 72 Spiele in der Nationalmanschaft, deren Kapitän er seit der WM ist - Michael Ballack lassen wir an dieser Stelle einfach mal Michael Ballack sein. Da kann ja keiner was gegen haben, am allerwenigsten Michael Ballack. Wo war ich stehen geblieben? Ach ja, Philipp Lahm macht in der Regel kaum Fehler und wirkt auf dem Platz, auf dem es bekanntlich maßgeblich ist, wie ein Duracell-Häschen. Unermüdlich. Jetzt hat er im Interview mit der Süddeutschen Zeitung aber gesagt, dass er noch nie so kaputt gewesen sei wie heute. Müssen wir uns also - vor dem Spiel gegen die Türkei - Sorgen machen?

(Foto gefunden auf und verlinkt mit: shirtshop601.de/)

Mittwoch, 6. Oktober 2010

Philosophen in kurzen Hosen XXX

"Abi, ich brauch Geld auf Konto."

(Marcel Schuon, Ex-Profi des VfL Osnabrück in einer SMS an einen Wettanbieter. In Bochum beschäftigt sich das Landgericht ab heute mit dem Fußball-Wettskandal um kriminelle Zocker und korrupte Kicker.)

Montag, 4. Oktober 2010

Deutscher Meister wird nur der BVB II

(teo) Ja, ich weiß, sie sind schon preisgekrönt worden für ihren Ticker, die 11Freunde. Und womit? Genau, mit Recht. Aber wer ihn noch nicht kennt, der kann hier mal wacker nachlesen, was er gestern beim Spiel Dortmund gegen Bayern alles hätte erleben können.

Sonntag, 3. Oktober 2010

Deutscher Meister wird nur der BVB

(hai) So. Jetzt ist die Spannung raus. Meister wird der BVB. Haben wir schließlich am Samstag in der Sportschau gelernt. Weil Mainz zum siebten Mal in Folge gewann. Da muss man auch erst mal drauf kommen. Nur wie? Naja, 1995 und 2001 holten ja auch die Bayern und der 1.FC Kaiserslautern sieben Siege in Folge. Und diesen Rekord hat Mainz 05 jetzt eingestellt. Und, wer wurde 1995 und 2001 Meister? Richtig: Borussia Dortmund. Was bedeutet das also für die Saison 2010/2011? Richtig: Nichts. Obwohl... nicht ganz: Mainz begeisterte auch beim 4:2 gegen Hoffenheim und mischt die Liga so richtig auf. Das Plakat mit der Aufschrift "Noch 22 Punkte bis zum Klassenerhalt" muss aber schon wieder geändert werden. Sind noch höchstens 19. Irre.

Apropos irre: Der BVB schlägt Bayern München mit 2:0. Verdient. Sechs von sieben Spielen gewonnen. Nicht schlecht für so einen Kindergarten. Erst recht, wenn man mit diesem Kader dann sogar die Meisterschale holt. Gegen wen hatte Dortmund eigentlich noch mal verloren? Ach ja: Gegen Leverkusen. Und die Werkself spielte gegen Werder Bremen 2:2 und bleibt oben dran.

Vier Heimspiele, kein Sieg, zwei magere Pünktchen, drei Tore. Dass ein Trainer nach dem erneuten Remis zu Hause dann erfreut von der "besten Saisonleistung" spricht, spricht vielleicht auch für sich. Michael Frontzeck von Borussia Mönchengladbach tat das nach dem 1:1 gegen Wolfsburg. Stellt sich nur die Frage, wieso der hochgelobte 6:3-Erfolg in Leverkusen schlechter gewesen sein soll. Vielleicht in taktischer Hinsicht? Naja, mehr Spaß hat es den Fans trotzdem gemacht.

Deutlich mehr Freude haben die Fans des FC St.Pauli zurzeit immer dann, wenn sie ihr Team zu Auswärtsspielen begleiten. Drei von vier Spielen gewannen die Kiezkicker bereits, zuletzt am Freitagabend mit 1:0 bei Hannover 96, das bislang so großartig in die Saison gestartet war, aber nun den Ausfall von Ya Konan nicht verkraften konnte.

Der HSV verkraftete hingegen den 0:1-Rückstand gegen Kaiserslautern, gab nicht auf und kam noch zu einem etwas schmeichelhaften 2:1-Sieg. Damit wird in der Länderspielpause vielleicht etwas Ruhe an der Elbe einziehen. Höchste Zeit für Armin Veh.

Der 1.FC Köln kommt nicht vom Fleck. Beim SC Freiburg lag man ratzfatz 0:2 hinten und konnte doch mit Glück und Geschick ausgleichen. Als Cissè dann aber doch nach gefühlten 438 vergebenen Chancen noch traf, war die 2:3-Schlappe besiegelt. Der FC hat einen Stammplatz im Keller.

Aber dort hat er prominente Verbündete: Schalke 04 und den VfB Stuttgart. Die Knappen verloren auch beim 1.FC Nürnberg mit 1:2 und können sich nun vierzehn Tage sammeln. Ob's was bringt? Wer weiß. Auch der VfB Stuttgart konnte das Tabellenende nicht verlassen. Gegen den Lieblingsgegner Eintracht Frankfurt setzte es eine 1:2-Heimniederlage. Die Eintracht ist damit im Mittelfeld angekommen, der VfB bleibt nach sechs Niederlagen in sieben Spielen Schlusslicht.