Freitag, 10. September 2010

Apropos

(hai) Da muss man auch erst mal drauf kommen. Am Freitagabend eröffnet der Spitzenreiter der Fußball-Bundesliga gegen den Tabellenfünfzehnten den dritten Spieltag - und alles spricht in diesem Duell natürlich für den Tabellenführer, der mit zwei Siegen in die Saison startete. Hoffenheim wird mit Schalke vielleicht Mühe haben, doch auch der runderneuerte S04 sollte 1899 nicht wirklich gefährden können. Wie sagte Felix Magath doch? "In Hoffenheim können wir noch Probleme haben, gegen Dortmund gewinnen wir dann spätestens." Sag ich doch.

Apropos Dortmund: Zu Hause gegen Wolfsburg, das ist eine unangenehme Aufgabe, zumal der deutsche Meister von 2009 - genau wie Schalke - mit zwei Niederlagen am Stück in die neue Spielzeit strauchelte. Der VfL braucht also unbedingt ein Erfolgserlebnis. Der BVB will den Dreier aus Stuttgart vergolden.

Apropos golden: Bei der Borussia aus Mönchengladbach träumen nach dem furiosen 6:3-Erfolg in Leverkusen schon wieder viele in dem extrem großen Fan-Lager mit der Raute von einer güldenen Zukunft. Mit Europapokalspielen, blank polierten Trophäen und Umzügen durch die traurige Innenstadt. Samstag kommt Eintracht Frankfurt und wird den Gladbachern zeigen, dass der Ligaalltag keine Zeit zum Träumen lässt.

Apropos Träume: Der Hamburger SV hat mal wieder einen Traumstart hingelegt. Zwei Spiele, zwei Siege. An der Elbe kennt man das zwar schon aus der letzten Spielzeit. In diesem Jahr aber will man mit dem Trainerduo Armin Veh und Michael Oenning auf der Bank einen Titel. Der Gegner 1. FC Nürnberg will lediglich Platz 15 erreichen.

Apropos Platz 15: Auch der SC Freiburg visiert den berühmten Platz über dem ominösen Strich an. Mal wieder. Im letzten Jahr half ein fulminanter Schlussspurt mit ungeahnter Heimstärke. Das hat in diesem Jahr zum Auftakt gegen den FC St. Pauli schon mal nicht geklappt. Und im zweiten Spiel gegen Stuttgart? Von der Papierform her müsste es klappen: Der VfB kommt als punktloser Tabellenletzter.

Apropos Tabellenletzter: Das ist erstaunlicherweise nicht Hannover 96. Ganz im Gegenteil: Mit zwei Siegen hat das Abo-Kellerkind der Liga vor dem Duell gegen Bayer Leverkusen den Kopf oben. Bayer kommt mit der Hypothek der 3:6-Klatsche gegen Gladbach, Hannover mit der Euphorie des Sieges auf Schalke. Offenes Spiel, kein Spruch.

Apropos Spruch: Franz Beckenbauer wird 65 und am Samstagabend um 18.30 Uhr feiern. 70.000 Gäste werden erwartet und elf kommen in weiß, aber wohl ohne Blumenstrauß: Zum Topspiel gratuliert Werder Bremen. Bayern und Werder haben schon je einmal verloren und vor diesem Duell ist eigentlich alles klar. Der Kaiser spricht: "Ja gut, es gibt nur eine Möglichkeit. Sieg, Unentschieden oder Niederlage."

Apropos Niederlage: Diese Vokabel kommt in der Saison 2010/2011 im Wortschatz der beiden Topklubs 1. FSV Mainz 05 und 1. FC Kaiserslautern nicht vor. Zwei Spiele, zwei Siege. Die Bilanz ist top, der Zuschauerzuspruch am Bruchweg ebenfalls. Man hätte das Stadion in diesem Nachbarschaftsduell mehrfach ausverkaufen können, aber das geht ja nicht.

Apropos geht ja nicht: Der 1. FC Köln will mal wieder gewinnen, spielt aber zuhause gegen den FC St. Pauli, der schon in Freiburg gewonnen hat. Köln hat schon die beiden Auftaktspiele vergeigt, Pauli sein Heimspiel in den Sand gesetzt. Wie wäre es mit einem zünftigen Remis?

Dienstag, 7. September 2010

Philosophen im Trainingsanzug VIII

"Im Moment ist Deutschland die beste Mannschaft der Welt. Kein Team ist besser aufgestellt."
(Aserbaidschans Nationaltrainer Berti Vogts. Die Frage sei erlaubt, was Spanien, derzeit Europa- und Weltmeister, dann ist.)
(Foto gefunden auf und verlinkt mit: upload.wikimedia.org/)
(hai)

Freitag, 3. September 2010

Gerockt oder verzockt

(tobi) Rien ne vas plus, Monsieur! Nichts geht mehr, Herrschaften! Das Spiel hat begonnen. Ab jetzt bleibt nur noch das Prinzip Hoffnung, Hoffnung, dass sich die Einsätze auszahlen! Und die Einsätze, die im Spieler-Roulette der Bundesliga, auf dem grünen „Tapis“ im Umlauf sind, zahlen die meisten Tischgäste nicht mal eben aus der Portokasse.

Da kommt beispielsweise Felix M. aus Gelsenkirchen mit seinem hochverschuldeten Club an den Tisch, kratzt seine letzten Ocken zusammen und setzt „Alles“ auf den „Big Shot“ - volles Risiko. Ob es sich auszahlt? Es muss, denn sonst droht dem eigenwilligen Strategen und seinem königsblauen Imperium der Untergang. Gut hat's dagegen der, der die eingesetzten Millionen im Roulette nicht als letztes Kapital einer wankenden Großmacht einsetzen darf - so wie bei Spieler II am Tisch, Klaus A. aus Bremen. Der Hansestädter hat durch seinen Exporthandel das „Säckle“ voll und kann nach Herzenslust zocken. Dreimal setzt der Routinier auf kalkulierbares Risiko, zumindest zweimal könnte er belohnt werden.

Was macht Tischgast Nummer drei? Dieter H. aus Wolfsburg ist bekannt für sein heißblütiges Spiel! Einmal hat er es bereits übertrieben und seinen Ex-Arbeitgeber aus Berlin in schwieriges finanzielles Fahrwasser gebracht. In der VW-Stadt unternimmt das „Weißhaupt“ - offensichtlich wenig geläutert - den nächsten Anlauf. Beide Hände voll mit Chips wirft er die kleinen Scheiben munter auf den Tisch. Mal vorne, mal hinten, mal in die Mitte, gezockt wird um alles, was nicht niet- und nagelfest ist. Ergebnis offen. Und wer sitzt noch in der Runde? Ach ja, der Tulpengeneral Louis v.G. - das niederländische Pokerface genießt ebenfalls den Ruf eines Zockers mit höchsten Einsätzen. Allerdings wirkt er in der Runde der nervösen Herren beinah leblos. Nur zweimal deutet er einen Einsatz an, belässt es allerdings dann beim kurzen Muskelzucken...

Nervöse Finger hat dagegen Fredi B. Der geizige Schwabe zeigt sich – entgegen seinem Naturell - äußerst spendabel, aber ob's auch belohnt wird? Derzeit sieht's eher nach einem schnellen Abgang vom Tisch aus...

Auch ein Blick an den Nebentisch sei gestattet: Hier werden durchweg kleinere Einsätze gespielt. Einen echten Lauf scheint dabei der "Gute-Laune-Tommy" aus Mainz zu haben. Kleine Einsätze mit kalkulierbarem Risiko. So kommste zwar nicht schnell nach oben, aber auch ein drohender Absturz wäre nicht besonders tief. Bleiben noch die zockenden Sorgenkinder Zvonimir S. und Mirko S. - sowohl der Kölner, als auch der Hannoveraner spielen um ihre Zukunft am Tisch. Sollten die eingesetzten Euronen „hopps“ gehen, dann dürften sich beide beruflich zeitnah neu orientieren. Noch sind die Kugeln aber nicht gefallen, doch schon bald ist Zahltag und nicht alle Spieler werden das Fallen der Kugeln mit einem erfreuten Lächeln zur Kenntnis nehmen. Bis dahin sind schwitzende Hände auf jeden Fall mal garantiert...

(Foto gefunden auf und verlinkt mit: guidedgambling.com)

Donnerstag, 2. September 2010

Schnäppchen oder Schnappatmung?

(hai) Ist ja ganz häufig so am Ende der Transferperiode am 31. August: Die Mannschaftsfotos im Kicker-Bundesliga-Sonderheft gehören in den Papierkorb und so manche Fußballfreunde haben jetzt schon ein wenig den Überblick verloren. Wer sind die Neuen, die jetzt die Bundesligateams verstärken sollen? Was können Sie, was darf der geneigte Fußballfan erwarten? Fragen über Fragen, die in diesem Überblick des Kollegen Tobias Nordmann die nötigen Antworten finden.